
Wenn Sie SMM-Reseller werden möchten, müssen Sie die angebotenen Social-Media-Dienste nicht selbst bereitstellen. Sie können Leistungen eines Anbieters an Ihre Kunden weiterverkaufen und an der Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis verdienen. Bestellt ein Kunde beispielsweise 1.000 Aufrufe für ein Instagram Reel, nehmen Sie den Videolink und die gewünschte Menge entgegen und übermitteln die Bestellung an Ihren Anbieter. Dieser übernimmt die Ausführung, während Sie sich um die Bezahlung, die Kommunikation mit dem Kunden und die Auftragsbetreuung kümmern.
Für den Einstieg reicht es, Bestellungen manuell über das SMM-Panel Ihres Anbieters aufzugeben. Wenn regelmäßig größere Mengen eingehen, können Sie eine SMM-Panel-API nutzen, um Ihr eigenes Verkaufssystem mit dem Anbieter zu verbinden und Bestellungen automatisiert zu übertragen.
Ein SMM-Panel-Reseller verkauft Social-Media-Dienste, die von einem anderen Unternehmen angeboten und ausgeführt werden. Als Wiederverkäufer bestimmen Sie Ihre Verkaufspreise, nehmen Kundenbestellungen entgegen und kümmern sich um die Zahlungsabwicklung. Die Bereitstellung der bestellten Leistungen übernimmt Ihr Anbieter.

Ihre Kunden bestellen dabei über Ihre Website oder einen
anderen von Ihnen betriebenen Verkaufskanal. Je nach Servicekatalog können Sie
Instagram-Follower, Likes, Videoaufrufe, YouTube-Abonnenten oder TikTok-Dienste
anbieten.
Für eine korrekte Bestellabwicklung müssen die Angaben Ihrer
Kunden mit den Anforderungen des jeweiligen Dienstes übereinstimmen. Wird ein
falscher Link übermittelt, kann die Bestellung auf das falsche Video oder
Profil ausgerichtet werden. Auch die gewünschte Menge muss innerhalb der
vorgegebenen Bestellgrenzen liegen. Deshalb sollten Sie vor der Übermittlung
kontrollieren, ob der ausgewählte Dienst, der Link und die Bestellmenge
zusammenpassen.
Obwohl der Anbieter die Leistung ausführt, bleiben Sie
gegenüber Ihren Kunden für die Kommunikation und die Bearbeitung von
Supportanfragen zuständig.
Für den Einstieg benötigen Sie zunächst einen Anbieter, der
den Weiterverkauf seiner Social-Media-Dienste unter den geltenden
Nutzungsbedingungen erlaubt. Anschließend wählen Sie die gewünschten Leistungen
aus dem Servicekatalog aus und legen fest, wie Sie Kundenbestellungen
entgegennehmen möchten.
Eine eigene Website ist am Anfang nicht zwingend
erforderlich. Sie können Bestellungen zunächst manuell aufgeben und später auf
ein automatisiertes System umsteigen. Vor dem ersten Verkauf sollten Sie die
Einkaufspreise, Mindest- und Höchstmengen sowie die angegebenen Liefer- und
Refill-Bedingungen prüfen. Zwei Dienste für dieselbe Plattform können sich bei
diesen Angaben erheblich unterscheiden.
Für den Start bietet sich folgender Ablauf an.
Wenn Sie in Deutschland dauerhaft und mit
Gewinnerzielungsabsicht SMM-Dienste weiterverkaufen, müssen Sie Ihre Tätigkeit
in der Regel als Gewerbe anmelden. Betreiben Sie eine eigene Verkaufswebsite,
sind außerdem die gesetzlichen Anforderungen an das Impressum und den
Datenschutz zu beachten. Informieren Sie sich vor dem Verkaufsstart über die
steuerlichen Pflichten und die für Ihren Vertrieb geltenden rechtlichen
Anforderungen. Hinweise dazu bieten das Bundesportal
zur Gewerbeanmeldung und die Industrie-
und Handelskammer.
Bei den ersten Verkäufen erfahren Sie, welche Dienste
besonders häufig nachgefragt werden und bei welchen Bestellungen Kunden
Unterstützung benötigen. Steigt die Zahl der täglichen Aufträge, kann eine
API-Anbindung die wiederholte manuelle Eingabe der Bestelldaten ersetzen.
Der niedrigste Einkaufspreis ist nicht automatisch das günstigste Angebot für Ihr Geschäft. Ein preiswerter Dienst kann andere Lieferbedingungen oder Einschränkungen haben als ein etwas teureres Paket derselben Kategorie.

Prüfen Sie deshalb die Servicebeschreibung, die erlaubten
Bestellmengen und die angegebenen Nachfüllbedingungen. Bei SMM-Panels wird das
Nachfüllen bereits gelieferter Mengen häufig als Refill bezeichnet.
Diese Funktion kann bei einem Rückgang der ursprünglich gelieferten Menge
relevant werden, sofern der jeweilige Dienst eine entsprechende
Nachfüllregelung vorsieht. Ob ein Refill angeboten wird, unter welchen
Voraussetzungen er beantragt werden kann und wie lange die Regelung gilt, hängt
vom jeweiligen Paket ab.
Wenn Sie Ihren Kunden eine Nachfüllgarantie zusagen, die der
Anbieter für diesen Dienst nicht vorsieht, müssen Sie die daraus entstehenden
Beschwerden selbst bearbeiten. Ähnliches gilt für Lieferzeiten, die Sie
versprechen, obwohl sie in der Beschreibung des Anbieters nicht zugesichert
werden.
Auch die Regeln der sozialen Netzwerke müssen berücksichtigt
werden. YouTube untersagt laut seinen Richtlinien zu
gefälschten Interaktionen die künstliche Erhöhung von Aufrufen, Likes und
anderen Interaktionswerten. Verstöße können dazu führen, dass künstliche
Aufrufe nicht gezählt, Inhalte entfernt oder Kanäle mit Sanktionen belegt
werden.
Wenn Sie einen Dienst für einen bestimmten Betrag einkaufen
und mit einem Aufschlag weiterverkaufen, entspricht die Preisdifferenz noch
nicht Ihrem tatsächlichen Verdienst. Zahlungsgebühren und Kosten für die
Kundenbetreuung müssen ebenfalls abgezogen werden.
Achten Sie außerdem darauf, wie Ihr Anbieter die Preise
berechnet. Manche Leistungen werden pro 1.000 Einheiten abgerechnet, während
für andere Dienste feste Pakete oder besondere Mengenbegrenzungen gelten
können. Ihr Verkaufspreis sollte sich deshalb immer auf die tatsächlichen
Einkaufskosten der ausgewählten Leistung beziehen.
Wenn Sie mehrere Bestellgrößen anbieten, müssen die
jeweiligen Kosten entsprechend berechnet werden. Auch Preisänderungen Ihres
Anbieters sind zu berücksichtigen. Werden die Einkaufspreise in Ihrem
Verkaufssystem nicht automatisch aktualisiert, kann es passieren, dass Sie
Bestellungen weiterhin zu einem alten Preis annehmen und dadurch weniger
verdienen.
Eine SMM-Panel-API verbindet Ihre eigene Website oder Software mit dem System Ihres Dienstleisters. Über die Schnittstelle können beide Anwendungen Informationen nach festgelegten Regeln austauschen, sodass Bestellungen nicht jedes Mal von Hand in das Panel des Anbieters übertragen werden müssen.

ApiSeller bewirbt
eine erweiterte API, über die Kunden Social-Media-Dienste im Rahmen einer
automatisierten Bestellverwaltung anbieten können. Welche Befehle,
Schnittstellenadressen und Authentifizierungsverfahren für Ihr Konto verfügbar
sind, müssen Sie der entsprechenden API-Dokumentation entnehmen.
Bei vielen SMM-Panel-APIs lassen sich Servicekennungen,
Preise und weitere Informationen aus dem Katalog abrufen. Diese Angaben können
Sie in Ihrem eigenen Verkaufssystem verwenden, um die gewünschten Dienste den
richtigen Angeboten zuzuordnen.
Wenn ein Kunde eine Leistung bestellt, übermittelt Ihre
Software bei entsprechender API-Unterstützung die Servicekennung, den Profil-
oder Videolink und die gewünschte Menge an den Anbieter.
Die Zuordnung der einzelnen Dienste muss aktuell gehalten
werden. Ändert sich eine Servicekennung und Ihre Website verwendet weiterhin
die alte Kennung, kann die Bestellung fehlschlagen oder einer falschen Leistung
zugeordnet werden.
Die genauen Datenfelder und verfügbaren Funktionen
unterscheiden sich je nach Anbieter. Für ApiSeller sind deshalb die Angaben in
der zu Ihrem Konto gehörenden Dokumentation maßgeblich.
Angenommen, ein Kunde bestellt 1.000 Aufrufe für ein Video.
Nachdem Ihr Verkaufssystem die Bestellung erfolgreich übermittelt hat, kann es
die vom Anbieter vergebene Bestellnummer mit dem entsprechenden Kundenauftrag
verknüpfen.
Unterstützt die API eine Statusabfrage, lassen sich
anschließend Informationen zum Bearbeitungsstand abrufen und in Ihrem eigenen
System anzeigen. So können Sie bei einer Kundenanfrage feststellen, ob der
Auftrag noch aussteht, bearbeitet wird oder bereits abgeschlossen ist, ohne
jede Bestellung einzeln im Panel des Anbieters suchen zu müssen.
Die unterstützten Statuswerte, Abfragemethoden und
technischen Beschränkungen müssen anhand der jeweiligen API-Dokumentation
geprüft werden. Für ApiSeller sollten Sie diese Angaben vor der Entwicklung
Ihrer Anbindung kontrollieren.
Eine selbst entwickelte Website mit API-Anbindung und eine fertige Reseller-Panel-Software sind zwei unterschiedliche Lösungen für den Verkauf von Social-Media-Diensten.

Die API stellt die Verbindung zwischen Ihrem System und dem
Anbieter her. Funktionen wie Kundenregistrierung, Zahlungsabwicklung und
Bestellformulare müssen Sie selbst entwickeln oder über zusätzliche Komponenten
integrieren.
Bei einer fertigen Reseller-Panel-Software können solche
Funktionen bereits vorhanden sein. Welche Anpassungen möglich sind und welche
laufenden Kosten entstehen, richtet sich nach dem jeweiligen Softwareanbieter.
|
Vergleich |
Eigene Website mit API |
Fertiges Reseller-Panel |
|
Einrichtung |
Entwicklung oder Anpassung der Software erforderlich |
Vorgefertigte Funktionen werden genutzt |
|
Verwaltung |
Eigene Funktionen können individuell entwickelt werden |
Änderungen hängen von den Möglichkeiten der Software ab |
|
Kosten |
Entwicklungs-, Hosting- und Wartungskosten |
Mögliche Lizenz-, Abo- oder Wartungsgebühren |
Die Beschreibung einer fertigen Reseller-Panel-Software
bedeutet nicht, dass ApiSeller eine vollständig eingerichtete Reseller-Website
zum Kauf anbietet.
Wie viel Geld nach einem Verkauf übrig bleibt, hängt von
Ihrem Verkaufspreis und den Kosten der jeweiligen Bestellung ab.
Nehmen wir an, Sie verkaufen einen Dienst für 20 US-Dollar.
Ihr Anbieter berechnet dafür 12 US-Dollar. Hinzu kommen 1 US-Dollar
Zahlungsgebühren und 2 US-Dollar für die Kundenbetreuung. Nach Abzug dieser
Kosten bleiben Ihnen 5 US-Dollar. Steuern und weitere Betriebsausgaben sind in
dieser Beispielrechnung noch nicht berücksichtigt.
Für eine realistische monatliche Abrechnung müssen Sie neben
abgeschlossenen Verkäufen auch Stornierungen, Rückerstattungen und zusätzliche
Kosten erfassen. Ändert Ihr Anbieter seine Einkaufspreise, sollten Sie prüfen,
ob Ihre eigenen Verkaufspreise noch ausreichen, um die anfallenden Ausgaben zu
decken.
Rechnet Ihr Anbieter in einer anderen Währung ab als Ihre
Kunden, kann sich der tatsächliche Einkaufspreis durch Wechselkursschwankungen
verändern. Auch diese Differenzen sollten in Ihrer Kalkulation berücksichtigt
werden.
Im Servicekatalog
von ApiSeller finden Sie Leistungen für verschiedene soziale Netzwerke. Für
Instagram werden unter anderem Follower, Likes, Reels-Aufrufe, Story-Aufrufe
und weitere Interaktionsdienste aufgeführt.
Darüber hinaus enthält der Katalog länderspezifische
Instagram-Kategorien, darunter Angebote mit Bezug zu Deutschland. Auch für
YouTube sind Dienste wie Videoaufrufe und Abonnentenpakete gelistet. Im
TikTok-Bereich werden unter anderem Follower und Videoaufrufe angeboten.
ApiSeller bewirbt außerdem eine Drip-Feed-Funktion,
mit der Interaktionen schrittweise statt auf einmal bereitgestellt werden
können. Laut der Beschreibung des Anbieters soll dies den Beiträgen ein
natürlicheres Erscheinungsbild der Interaktionen verleihen. Ob diese Funktion
für einen bestimmten Dienst verfügbar ist, muss anhand der jeweiligen
Bestelloptionen geprüft werden.
Innerhalb derselben Kategorie können sich die Leistungen bei
Mindestmengen, Höchstmengen und Refill-Bedingungen unterscheiden. Deshalb
sollten Sie bei Ihren eigenen Angeboten die genaue Servicebezeichnung und die
zugehörigen Bedingungen übernehmen. Ein Paket ohne Refill-Anspruch darf nicht
mit einer Nachfüllgarantie beworben werden, nur weil andere Dienste derselben
Kategorie eine solche Option anbieten.
Über die Registrierungsseite
von ApiSeller können Sie ein Konto erstellen und anschließend die
verfügbaren Social-Media-Dienste prüfen. Das Panel bietet Funktionen zur
Verwaltung des Kontoguthabens und zur Verfolgung von Bestellungen.
Auf seiner Website bewirbt ApiSeller eine automatische
Guthabenaufladung rund um die Uhr, die Einsicht in aktive und frühere
Bestellungen sowie Unterstützung über WhatsApp und das interne Supportsystem.
Für die automatisierte Bestellverwaltung stellt die Plattform nach eigenen
Angaben außerdem eine erweiterte API bereit.
Wenn Sie die API für den Weiterverkauf nutzen möchten,
sollten Sie zunächst die für Ihr Konto geltende Dokumentation und die
entsprechenden Berechtigungen prüfen. Bewahren Sie Ihren API-Schlüssel auf
Ihrem Server auf und geben Sie ihn weder an Kunden weiter noch legen Sie ihn in
öffentlich zugänglichem Website-Code ab.
Die Nutzungsbedingungen
von ApiSeller regeln unter anderem die Verwendung der API und den Umgang
mit Benutzerkonten. API-Schlüssel müssen vertraulich behandelt werden. Die
unerlaubte Weitergabe oder Übertragung von Benutzerkonten ist untersagt.
Informieren Sie sich vor der Einrichtung Ihres Verkaufssystems über die
Bedingungen, unter denen Sie Dienste an eigene Kunden weiterverkaufen dürfen.
Wenn Sie Bestellungen manuell über das SMM-Panel Ihres
Anbieters aufgeben, benötigen Sie keine Programmierkenntnisse. Für die
Entwicklung einer eigenen Website mit individueller API-Anbindung kann es
sinnvoll sein, einen Entwickler hinzuzuziehen.
Nein. Ein API-Schlüssel dient zur Authentifizierung Ihres
Kontos und darf nicht an Kunden weitergegeben werden. Speichern Sie ihn sicher
auf Ihrem Server und vermeiden Sie die Einbindung in öffentlich zugänglichen
JavaScript-Code. Auch ApiSeller verlangt, dass API-Schlüssel vertraulich
bleiben.
Ja, sofern der verwendete Anbieter die entsprechenden
Plattformen unterstützt. Sie können beispielsweise Instagram-, YouTube- und
TikTok-Dienste über dasselbe Verkaufssystem anbieten. Für jede Dienstleistung
sollte das Bestellformular die passende Art von Link und die erforderlichen
Angaben abfragen.
Falls Ihr Verkaufssystem keine automatische
Preisaktualisierung unterstützt, müssen Sie die neuen Einkaufspreise prüfen und
Ihre Verkaufspreise entsprechend anpassen. Die ursprünglichen Einkaufskosten
bereits abgeschlossener Bestellungen sollten für eine korrekte Abrechnung
gespeichert bleiben.
Prüfen Sie die Beschreibung des jeweiligen Dienstes. Dort
können die Dauer und die Voraussetzungen für das Nachfüllen angegeben sein.
Manche Pakete bieten keine Refill-Option. Eine Nachfüllgarantie bedeutet nicht
zwangsläufig, dass jede verlorene Einheit unter allen Umständen ersetzt wird.
Sind die Angaben unklar, sollten Sie vor dem Verkauf beim Support des Anbieters
nachfragen.